Warum du nicht scheiterst sondern nur Daten sammelst

Die Angst vorm Scheitern begleitet viele Frauen, oft leise im Hintergrund, manchmal aber auch ziemlich deutlich, vor allem dann, wenn wir etwas Neues ausprobieren.

Angst vorm Scheitern, Daten sammeln, persönliche Entwicklung, Selbsterkenntnis

Ich bin vor Kurzem aus einem Intensivkurs rausgegangen und habe einen Gedanken mitgenommen, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht, denn es ist genau meine Überzeugung.
Wir scheitern uns nicht durchs Leben. Wir sammeln nur Daten.
Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil ich sofort an diese ganzen Situationen gedacht habe, in denen man sich selbst ziemlich schnell abstempelt. Du probierst etwas aus, es klappt nicht so, wie du es dir vorgestellt hast, und zack ist der Gedanke da, dass du es einfach nicht kannst oder dass es vielleicht doch keine so gute Idee war.
Diese Angst vorm Scheitern sorgt oft dafür, dass wir gar nicht erst losgehen.
Ganz ehrlich, ich kenne das selbst nur zu gut.

Der Moment, in dem wir denken, es war ein Fehler

Du startest etwas Neues, vielleicht erstellst du ein Angebot, startest ein Projekt, einen Post, bei dem du dir wirklich Mühe gegeben hast oder versuchst eine neue Routine, kurzum Du bist motiviert, vielleicht auch ein kleines bisschen aufgeregt, weil es dir wichtig ist. Dann passiert jedoch weniger als gedacht und erhofft. Es gibt keine großen Reaktionen, nicht die Ergebnisse, die du wolltest, vielleicht sogar gar nichts. Plötzlich sitzt du da und fragst dich, ob das jetzt schon wieder so eine Idee war, die einfach nicht funktioniert. In solchen Momenten ist der Kopf ziemlich schnell dabei, ein Urteil zu fällen. Das hat nicht geklappt, also war es falsch. Ich hätte es besser machen müssen. Vielleicht bin ich einfach nicht gut genug dafür. Dabei ist das Einzige, was wirklich passiert ist, dass du etwas ausprobiert hast und jetzt weißt, wie es in dieser Variante funktioniert hat oder eben nicht.

Warum dein Kopf daraus sofort ein Scheitern macht

Unser Gehirn mag keine offenen Enden. Es liebt klare Ergebnisse, am besten solche, die sich gut anfühlen. Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, versucht es sofort, eine Erklärung zu finden, und diese Erklärung landet erstaunlich oft bei dir selbst. Dabei wäre die ehrlichere Variante eigentlich viel entspannter. Du hast etwas getestet. Du hast gesehen, wie es sich anfühlt, wie es ankommt, was funktioniert und was nicht. Das ist nichts anderes als eine Sammlung von Erfahrungen, nur dass wir sie meistens nicht so nennen.

Scheitern fühlt sich nur so endgültig an

Das Wort Scheitern hat so einen schweren Beigeschmack. Es klingt nach Ende, nach falsch abgebogen, nach „das war’s jetzt“. Kein Wunder, dass wir alles daransetzen, es zu vermeiden. Wenn du es aber einmal drehst und statt von Scheitern von Daten sprichst, verändert sich etwas. Plötzlich ist es nicht mehr das Ende, sondern ein Zwischenschritt, etwas, das dich näher an das bringt, was für dich funktioniert. Du sammelst Informationen über dich, über deine Energie, über deine Entscheidungen und darüber, wie du Dinge umsetzt. Je mehr du ausprobierst, desto klarer wird dein Bild. Wenn du deine Angst vorm Scheitern besser verstehst, verändert sich dein Blick auf Fehler komplett.

Wie sich das im Alltag zeigt

Das ist nicht nur ein Business-Thema. Das passiert überall. Du nimmst dir vor, dir mehr Zeit für dich zu nehmen und merkst nach ein paar Tagen, dass es im Alltag wieder untergeht. Früher hättest du vielleicht gesagt, dass du es einfach nicht schaffst oder nicht konsequent genug bist. Heute könntest du auch sagen, dass du gerade herausfindest, was für dich wirklich funktioniert und was nicht in deinen Alltag passt. Du probierst etwas Neues aus, merkst, dass es sich nicht stimmig anfühlt, und lässt es wieder los. Auch das ist kein Scheitern, sondern Klarheit. Manchmal fühlt sich das nur nicht so spektakulär an, wie wir es uns wünschen würden.

Was dein Human Design damit zu tun hat

3er Linie

Gerade die 3er Linie hat es an dieser Stelle oft besonders spannend. Ihr Weg ist von Natur aus Trial and Error, also ausprobieren, hinfallen, wieder aufstehen und es anders machen. Für sie ist das kein Umweg, sondern der eigentliche Weg. Das Schwierige daran ist nur, dass sich genau dieser Prozess im Alltag oft wie Scheitern anfühlt, obwohl er genau das ist, was sie hierher geführt hat. Wenn du eine 3er Linie in deinem Profil hast, dann sammelst du keine Fehler, sondern Erfahrungen, auch wenn es sich zwischendurch manchmal eher nach „Warum schon wieder ich“ anfühlt.

1er Linie

Die 1er Linie geht ganz anders damit um. Sie möchte verstehen, Sicherheit haben und sich gut vorbereiten. Fehler wirken hier oft wie ein Zeichen dafür, dass man sich noch nicht genug vorbereitet hat. Das kann dazu führen, dass du Dinge lange analysierst, bevor du überhaupt losgehst, einfach um dieses Gefühl von Unsicherheit zu vermeiden.

5er Linie

Bei der 5er Linie spielt eher die Außenwirkung eine Rolle. Hier kommt oft der Druck dazu, dass andere etwas von einem erwarten oder dass man funktionieren sollte. Wenn dann etwas nicht klappt, fühlt es sich schnell größer an, als es eigentlich ist, weil man das Gefühl hat, auch andere damit zu enttäuschen.

6er Linie

dann gibt es noch die 6er Linie, die mit einem hohen inneren Anspruch unterwegs ist. Gerade in der ersten Lebensphase geht sie ähnlich wie die 3er durch viele Erfahrungen, nur dass sie diese oft stärker bewertet und sich schneller fragt, ob sie es hätte besser machen müssen. Später entsteht daraus eine große Weisheit, aber der Weg dahin ist nicht immer sanft.

Vielleicht erkennst du dich in einem dieser Muster wieder. Dann wird ziemlich schnell klar, dass es gar nicht darum geht, Fehler zu vermeiden, sondern eher darum zu verstehen, wie du überhaupt lernst und dich entwickelst.
Vielleicht geht es gar nicht darum, alles richtig zu machen. Vielleicht geht es darum, genug auszuprobieren, um herauszufinden, was für dich funktioniert. Wenn du jede Erfahrung sofort bewertest, nimmst du dir die Möglichkeit, daraus wirklich etwas mitzunehmen. Wenn du sie stattdessen als Teil deines Weges siehst, wird es leichter, weiterzugehen, auch wenn etwas nicht so läuft wie geplant.
Du musst nicht erst perfekt sein, um loszugehen, und du musst auch nicht alles richtig machen, damit es am Ende funktioniert. Manchmal reicht es, den nächsten Schritt zu gehen und zu schauen, was passiert. Der Rest ergibt sich oft unterwegs. Wenn du für dich klarer verstehen möchtest, wie deine Energie funktioniert und wie du Entscheidungen triffst, die sich wirklich stimmig anfühlen, begleite ich dich gerne dabei. In einem Reading schauen wir gemeinsam, was dich stärkt, was dich bremst und wie du deinen eigenen Weg ein bisschen leichter gehen kannst.
Vielleicht kennst du das auch aus anderen Situationen, zum Beispiel wenn du dich ständig ablenkst, obwohl du eigentlich anfangen wolltest.
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